Stärkung von Selbstwert und Kommunikationsfähigkeit
Ein gesundes Selbstwertgefühl und die Fähigkeit, sich klar auszudrücken, gehören zu den wichtigsten Grundlagen für ein gelungenes Miteinander. Kinder und Jugendliche, die sich selbst als „nicht gut genug“ erleben oder Schwierigkeiten haben, ihre Gedanken und Gefühle mitzuteilen, stoßen im Alltag oft auf Unsicherheiten. Sie ziehen sich zurück, geraten schneller in Konflikte oder fühlen sich in Gruppen unwohl. Genau deshalb spielt die Stärkung von Selbstwert und Kommunikationsfähigkeit eine zentrale Rolle im ergotherapeutischen Sozialkompetenztraining der Praxis Margit Schönberg.
Soziale Kompetenz beginnt immer bei der eigenen inneren Sicherheit. Wer sich selbst versteht und sich etwas zutraut, kann auch anderen offener begegnen, Grenzen setzen und Beziehungen stabiler gestalten.
Warum Selbstwertgefühl so entscheidend ist
Der Selbstwert beeinflusst, wie Kinder sich in der Welt bewegen. Ein Kind mit stabilem Selbstvertrauen traut sich eher, Fragen zu stellen, neue Kontakte zu knüpfen oder Herausforderungen anzunehmen. Kinder mit geringem Selbstwert hingegen zweifeln häufig an sich selbst, haben Angst vor Fehlern oder fühlen sich schnell abgelehnt.
Gerade nach wiederholten Konflikten, Ausgrenzung oder Misserfolgen in Schule und Alltag kann das Selbstbild stark belastet sein. Ergotherapie setzt hier an, indem sie Erfolgserlebnisse schafft und Kinder darin unterstützt, ihre eigenen Stärken wieder wahrzunehmen. Das Ziel ist, ein positives Gefühl für die eigene Persönlichkeit aufzubauen und innere Stabilität zu gewinnen.
Kommunikation lernen: Gefühle ausdrücken und verstanden werden
Kommunikation ist weit mehr als nur sprechen. Sie umfasst auch Zuhören, Körpersprache, angemessene Reaktionen und das Verständnis für die Gefühle anderer. Viele Kinder haben Schwierigkeiten, ihre Bedürfnisse klar zu formulieren oder Konflikte verbal zu lösen. Stattdessen reagieren sie impulsiv, ziehen sich zurück oder werden missverstanden.
Im Sozialkompetenztraining wird deshalb gezielt geübt, wie Kinder sich ausdrücken können, ohne in Stress oder Überforderung zu geraten. Sie lernen beispielsweise:
- eigene Gefühle zu benennen
- Wünsche und Grenzen deutlich zu machen
- konstruktiv auf andere zu reagieren
- Streitgespräche respektvoll zu führen
- Missverständnisse zu klären
Durch Rollenspiele, Gruppenübungen und Reflexion entwickeln sie Schritt für Schritt mehr Sicherheit im sprachlichen und sozialen Austausch.
Selbstbewusst auftreten in der Gruppe
Gerade in Gruppensituationen zeigt sich, wie wichtig Selbstwert und Kommunikation zusammenwirken. Kinder, die sich nicht ernst genommen fühlen oder sich nicht trauen, etwas zu sagen, werden schnell übersehen. Andere dominieren Gespräche oder reagieren laut, weil sie keine andere Strategie kennen.
Das ergotherapeutische Gruppentraining bietet einen geschützten Raum, um neue Verhaltensweisen auszuprobieren. Kinder lernen, sich einzubringen, Feedback anzunehmen und sich als wertvollen Teil der Gruppe zu erleben. Diese Erfahrungen stärken nicht nur die sozialen Fähigkeiten, sondern auch das Selbstvertrauen im Alltag.