Ergotherapeutisches Sozialkompetenztraining in der Gruppe: Ablauf und Ziele
Das ergotherapeutische Sozialkompetenztraining in der Gruppe ist ein wertvolles Angebot für Kinder und Jugendliche, die im sozialen Miteinander mehr Sicherheit und Orientierung benötigen. Nicht jedem fällt es leicht, Gefühle auszudrücken, Konflikte angemessen zu lösen oder sich in Gruppen zurechtzufinden. Genau hier setzt das Training an: Es bietet einen geschützten Rahmen, in dem soziale Fähigkeiten Schritt für Schritt aufgebaut und gefestigt werden können. In der Praxis für Ergotherapie Margit Schönberg steht dabei nicht nur das Verhalten im Vordergrund, sondern die gesamte Entwicklung von Handlungssicherheit, Selbstvertrauen und emotionaler Stabilität.
Soziale Kompetenz entsteht nicht allein durch Erklärungen, sondern vor allem durch Erfahrungen. In der Gruppe erleben die Kinder reale Situationen, wie sie auch im Alltag vorkommen: gemeinsame Aufgaben, Rücksichtnahme, unterschiedliche Meinungen oder kleine Konflikte. Genau diese Dynamik macht das Gruppentraining so wirkungsvoll, denn soziale Fähigkeiten können hier direkt ausprobiert, reflektiert und verbessert werden.
Die Gruppe bietet außerdem die Möglichkeit, voneinander zu lernen. Kinder erkennen, dass sie mit ihren Schwierigkeiten nicht allein sind, und erleben Erfolgserlebnisse gemeinsam. Das stärkt nicht nur die sozialen Fertigkeiten, sondern auch das Selbstwertgefühl.
Ablauf des Sozialkompetenztrainings
Das ergotherapeutische Sozialkompetenztraining ist strukturiert aufgebaut und findet über mehrere Einheiten hinweg statt. Jede Sitzung folgt einem klaren Rahmen, der den Kindern Sicherheit gibt und gleichzeitig Raum für persönliche Entwicklung schafft.
Zu Beginn steht meist ein gemeinsamer Einstieg, bei dem die Kinder ankommen und sich auf die Gruppe einstellen. Anschließend folgen gezielte Übungen, Spiele oder Aufgaben, die bestimmte soziale Fähigkeiten fördern. Dazu gehören beispielsweise Kommunikationsübungen, Rollenspiele oder kooperative Aktivitäten, bei denen Zusammenarbeit gefragt ist.
Ein wichtiger Bestandteil ist die Reflexion: Die Kinder lernen, über ihr eigenes Verhalten nachzudenken, Gefühle wahrzunehmen und die Perspektive anderer zu verstehen. Dabei werden sie einfühlsam begleitet und erhalten positive Rückmeldungen, die motivieren und stärken. Am Ende jeder Einheit werden die Inhalte zusammengefasst, sodass die Kinder die Lernziele klar erkennen und die Fortschritte bewusst wahrnehmen können.
Ziele des ergotherapeutischen Sozialkompetenztrainings
Das Training verfolgt das Ziel, Kinder in ihrer sozialen Entwicklung nachhaltig zu unterstützen und ihnen mehr Sicherheit im Alltag zu geben. Im Mittelpunkt stehen dabei unter anderem:
- der angemessene Umgang mit anderen Kindern
- das Erkennen und Benennen eigener Gefühle
- das Verständnis für die Gefühle anderer
- die Fähigkeit, Konflikte konstruktiv zu lösen
- der Aufbau von Kommunikationsfähigkeit und Empathie
- die Stärkung von Selbstbewusstsein und Frustrationstoleranz
- das Einüben von Regeln und sozialer Verantwortung
Durch diese Fähigkeiten können Kinder langfristig besser am sozialen Leben teilnehmen, Freundschaften aufbauen und Herausforderungen in Schule und Freizeit gelassener begegnen.